Der Hüter des Elfentanzplatzes ist tot. Zwei Jahrhunderte hat er überspannt, dann war sein Ende gekommen. Hexenringe kündigten es an, blaue Wiesenpilze über seinen Wurzeln, Schwamm hoch hinauf bis in die Krone. Das sieht nicht gut aus, der Sommer trocken und der nächste auch vor klammen Wintern. Doch welche Fülle später Begleiter hat sich surrend und saugend an ihm genährt. Und er hat gegeben, so lang es ging geatmet, allem zugesehen. Den Krähen, die um ihn Kriege führten, den Krieg und dann den nächsten. Hat die Radrennbahn untergehen sehen und das Waldschlösschen, neue Generationen aufwachsen und die vorletzte in dem Kirchgarten zur Ruhe legen, zu dem er seine letzten Blätter wehte. Unter ihm hat die Jugend gekifft, das Alter geseufzt im schütteren Sonnenschein. Er war ein guter Baum. Zwei aus seiner Gruppe stehen, hören die Andachtsglocke und halten Platz für einen neuen Bruder in der Mitte. Die Elfen, munkelt man, sind längst schon umgezogen auf den nahen Sportplatz, sind durch den Maschendraht geschlüpft und üben dort in hellen Sommernächten neue Tänze mitten auf dem Spielfeld.